Einscherung

Definition des Schwellenzuschnitts für einen Kran
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Kraneinscherung, oft als „Einscherung“ bezeichnet, ist die vorgegebene Führung des Hubseils von der Trommel über die Auslegerspitzenrollen und durch den Hakenblock. Sie legt die Anzahl der tragenden Seilstränge fest und beeinflusst die zulässige Tragfähigkeit, den Seilzug, die Trommelbelastung und die Hakengeschwindigkeit. Die Anordnung muss dem Einscherungsdiagramm und der Traglasttabelle des Herstellers entsprechen; die Seile müssen korrekt in den Rollenrillen sitzen und auf Schäden geprüft werden. Eine ordnungsgemäße Einscherung erfordert außerdem geprüfte Seilendverbindungen, Endschalter und einen Zweiblockierschutz. Weitere Einzelheiten erläutern Auswahl, Seilführung und Prüfungen vor dem Hub.

Was ist die Einscherung eines Krans?

Die Kraneinscherung ist die Führung von Drahtseil oder Kunstfaserseil über die Rollen am Auslegerkopf, die Rollen des Hakenblocks und die Trommel, um den für einen Hub erforderlichen mechanischen Vorteil und Seilzug zu erzeugen. Sie legt fest, wie viele Seilstränge die Last tragen, und bestimmt damit die zulässige Tragfähigkeit, die Hubgeschwindigkeit, die Trommelbelastung und die betriebliche Steuerbarkeit. In der klassischen Terminologie wird Reeving häufig als Einscherung bezeichnet; der Begriff bleibt für die Hubplanung, Prüfaufzeichnungen und die Kommunikation mit dem Bedienpersonal wesentlich.

Ihre historische Anwendung entwickelte sich aus den Prinzipien des Flaschenzugs und wurde später für kraftbetriebene Krane standardisiert, um Lasten sicher auf mehrere Seilstränge zu verteilen. Die korrekte Einscherung muss der vom Hersteller freigegebenen Konfiguration, der zulässigen Traglasttabelle und den vorgesehenen Hubbedingungen entsprechen. Die Auswahl des Seiltyps erfordert die Bestätigung, dass Seilkonstruktion, Durchmesser und Kompatibilität für den Kran und den Einsatzzweck geeignet sind. Materialeigenschaften wie Festigkeit, Flexibilität, Ermüdungsbeständigkeit, Schmieranforderungen und Umweltbeständigkeit beeinflussen die Leistung. Falsche Einscherung kann zu Überlastung, Seilschäden, schlechter Seilwicklung, unkontrollierten Bewegungen oder zum Verlust der Lastkontrolle führen.

Welche Teile gehören zu einem Seilsystem?

Ein Kranseilsystem besteht aus der Hubtrommel, dem Drahtseil oder zugelassenen Kunstfaserseil, den Auslegerspitzen-Rollen, den Hakenflaschen-Rollen, gegebenenfalls vorhandenen Ausgleichskomponenten, Seilendbefestigungen sowie den zugehörigen Schutzvorrichtungen oder Führungen. Jede Komponente muss mit den Spezifikationen des Kranherstellers, der Nenntragfähigkeit, dem Seildurchmesser und dem vorgesehenen Einsatzzyklus kompatibel sein. Die Hubtrommel ermöglicht die kontrollierte Speicherung und Aufwicklung des Seils, während Rollen das Seil abstützen und die korrekten Biegeradien gewährleisten. Hakenflaschen enthalten gelagerte Rollen, einen Haken, eine Sicherheitsverriegelung und Identifikationskennzeichnungen. Seilendbefestigungen, einschließlich Keilen, Vergüssen oder zugelassenen Klemmen, erfordern eine sichere Montage und Inspektion. Ausgleichskomponenten verteilen die Last auf die Seilstränge, wenn dies durch die Konstruktion erforderlich ist. Schutzvorrichtungen verhindern einen versehentlichen Kontakt mit laufendem Seil oder rotierenden Rollen. Bei der Drahtseilauswahl müssen Konstruktion, Festigkeit, Schmierung, Quetschfestigkeit und die Kompatibilität mit den Seilrillen berücksichtigt werden. Die Sicherheitskennzeichnungsprüfung bestätigt, dass Etiketten, Tragfähigkeitsangaben, Warnhinweise und Komponentenkennzeichnungen vor dem Betrieb lesbar bleiben. Beschädigte, veränderte oder inkompatible Teile müssen außer Betrieb genommen werden.

Wie führt die Kranseilführung das Hubseil?

Das Einscheren führt das Hubseil von der Trommel über die Rollen am Auslegerkopf und im Hakenblock in einem vorgegebenen Muster, das die erforderliche Anzahl tragender Seilstränge erzeugt. Das Seil verlässt die Trommel unter kontrollierten Flottenwinkelbedingungen, läuft über die festgelegte obere Rolle und wechselt anschließend gemäß dem Einscherdiagramm des Herstellers zwischen den oberen und unteren Rollen. Jede Seilrolle muss das Seil in ihrer Nut führen, ohne dass es sich kreuzt, eingeklemmt wird oder Schutzvorrichtungen, Konstruktionsteile oder benachbarte Seilabschnitte berührt.

Eine Übersicht des Seilverlaufs überprüft vor dem Betrieb die korrekte Reihenfolge von der Trommel bis zum Endanschlag. Sie bestätigt, dass das Seil vollständig in jeder Nut sitzt, Keilschlösser richtig positioniert sind und Sicherungseinrichtungen gesichert sind. Die Befestigung des Seilendes schließt das Seil an der vorgegebenen Befestigung am Auslegerkopf oder Hakenblock ab, abhängig von der Einscheranordnung. Die Verankerung muss in der zugelassenen Richtung eingebaut und auf korrekten Sitz, Beschädigungen und sicheren Halt geprüft werden. Unsachgemäße Seilführung kann Seilverschleiß, ungleichmäßige Belastung, Schäden an Seilrollen oder einen Verlust der Lastkontrolle verursachen.

Wie wählt man Teile einer Linie aus?

Die Anzahl der Seilstränge wird anhand des Lastgewichts und der Nenntragfähigkeit des Krans bei der geplanten Arbeitsausladung ausgewählt. Die gewählte Einscherung muss sicherstellen, dass die Seilzugkraft innerhalb der zulässigen Grenzen bleibt und gleichzeitig die erforderliche Hubkapazität bereitgestellt wird. Vor dem Betrieb müssen außerdem die Grenzen von Seilscheiben und Trommel, einschließlich Seilkapazität und ordnungsgemäßer Seilwicklung, überprüft werden.

Anforderungen an das Ladegewicht

Die Anforderungen an die Last bestimmen die Anzahl der erforderlichen Seilstränge, um die Last innerhalb der Nenntragfähigkeit des Krans und der zulässigen Seilzugkraft jedes Hubseils zu halten. Die berechnete Hublast muss das zu handhabende Teil, den Hakenblock, Anschlagmittel, die Traverse, Anbauteile und alle zu erwartenden dynamischen Einflüsse umfassen. Die Gesamtlast wird mit den Lasttabellenbeschränkungen für die angegebene Auslegerlänge, den Arbeitsradius, die Konfiguration und die Betriebsbedingungen verglichen.

Die erforderliche Anzahl der Seilstränge wird so gewählt, dass die resultierende Seilzugkraft unter der vom Hersteller zulässigen Einfachseilzugkraft bleibt und eine angemessene Betriebsreserve eingehalten wird. Das Personal muss verifizierte Lastdaten statt Schätzungen verwenden, insbesondere wenn Gewichte aufgrund von Inhalt, Feuchtigkeit oder Fertigungstoleranzen variieren können. Eine Prüflastverifizierung kann bei unsicheren Lasten, kritischen Hüben oder neu montierten Hebeanordnungen erforderlich sein. Die gewählte Einscherung muss vor Beginn des Hebevorgangs im Hebeplan dokumentiert werden.

Grenzwerte für Seilscheiben und Trommeln

Nachdem der erforderliche Seilzug festgelegt wurde, muss die ausgewählte Anzahl der Seilstränge auch den Grenzen für Seilscheiben und Trommel des Kranherstellers entsprechen. Jede Einscherung erfordert ausreichend Seilscheibennuten, die richtige Kompatibilität des Seildurchmessers und zugelassene Ablenkwinkel. Zu den Kriterien für die Seilscheibenauswahl gehören das Nutenprofil, der Seilscheibendurchmesser, der Zustand der Lager sowie die zulässige Anzahl von Seilsträngen durch den Hakenblock und den Auslegerkopf.

Die Abmessungsgrenzen der Trommel bestimmen, ob für den geplanten Lastradius, die Hakenhöhe und die Einscherungsart ausreichend Seillänge verfügbar bleibt. Die Trommel muss in allen Betriebsstellungen die vorgeschriebene Mindestanzahl an Sicherheitswindungen aufweisen. Zu viele Seilstränge können die Trommelkapazität überschreiten, eine schlechte Seilwicklung verursachen oder schädliche Überkreuzungen erzeugen. Zu wenige Seilstränge können das Seil überlasten. Die zugelassene Traglasttabelle, der Einscherungsplan und die Betriebsanleitung bestimmen die endgültige Auswahl.

Wie beeinflusst die Einscherung die Tragfähigkeit und die Hakengeschwindigkeit?

Das Einscherverhältnis bestimmt, wie das Lastgewicht auf die Seilstränge verteilt wird, und beeinflusst direkt die verfügbare Hubkapazität sowie die Seilbelastung. Eine Erhöhung der Anzahl der Seilstränge reduziert die Seilzugkraft pro Strang und kann schwerere Hübe innerhalb der zulässigen Grenzen ermöglichen. Zusätzliche Einscherungen verringern jedoch die Hakengeschwindigkeit, sodass Bediener vor dem Heben die Traglasttabelle, die Einscherkonfiguration und den Seilzustand überprüfen müssen.

Einscherungsverhältnis und Kapazität

Das Einscherverhältnis ist die Anzahl der tragenden Seilstränge zwischen Auslegerspitze und Hakenflasche und bestimmt direkt die Tragfähigkeit, die Verteilung der Seilzugkraft und die Hakengeschwindigkeit. Mehr Seilstränge verteilen die schwebende Last auf mehrere Seilparten und verringern dadurch die erforderliche Zugkraft je Seilpart innerhalb der vom Hersteller zugelassenen Grenzen.

  1. Die Tragfähigkeitsprüfung erfordert Lastprüfungen, die korrekte Berechnung des Sicherheitsfaktors sowie die Bestätigung, dass die Nennwerte von Hakenflasche, Ausleger und Seil zum gewählten Einscherverhältnis passen.
  2. Die Seilverschleißüberwachung muss Seile, Seilscheiben, Endverbindungen und den Flottenwinkel prüfen; Schäden oder ungleiche Belastung können die zulässige Tragfähigkeit beeinträchtigen.
  3. Die Auswahl des Trommeldurchmessers, die Montage und Justierung der Klemmen sowie die Einstellung der Endbegrenzung müssen den Kranunterlagen entsprechen, um Seilquetschungen, lose Wicklungen oder unsichere Hakenbewegungen zu verhindern.

Änderungen der Einscherung dürfen nur durch fachkundiges Personal vorgenommen werden und erfordern eine dokumentierte Prüfung sowie einen Funktionstest vor dem Heben. Die Traglasttabelle bleibt maßgebend für Konfiguration, Ausladung, Auslegerlänge und Betriebsbedingungen.

Kompromisse bei der Hakengeschwindigkeit

Mit dem ausgewählten Einschervungsverhältnis muss die Hakengeschwindigkeit im Verhältnis zur erforderlichen Tragfähigkeit bewertet werden: Eine größere Anzahl von Seilsträngen erhöht die verfügbare Lastabstützung und verringert die Seilzugkraft je Seilstrang, reduziert jedoch bei einer gegebenen Hubwerkstrommeldrehzahl proportional die Hubgeschwindigkeit des Hakens. Dieser Zielkonflikt beeinflusst die Zyklusplanung, die Positioniergenauigkeit und das sichere Lastenhandling. Eine höhere Einscherungszahl ist angemessen, wenn Tragfähigkeitsreserven, kontrollierte Bewegungen oder ein präzises Absetzen erforderlich sind; weniger Seilstränge dürfen nur gewählt werden, wenn Last, Traglasttabelle und Betriebsbedingungen ein schnelleres Heben zulassen. Hubgeschwindigkeitsregeln müssen Lastzustand, Wind, Sichtverhältnisse, Gefährdung von Personen und die Notwendigkeit zur Vermeidung von Stoßbelastungen berücksichtigen. Nach dem Lastwechsel-Prinzip müssen Geschwindigkeitsänderungen beim Heben, Senken und bei Richtungsänderungen allmählich erfolgen. Bediener dürfen eine langsame Hakengeschwindigkeit nicht durch Überschreiten der zugelassenen Trommeldrehzahl oder durch Umgehen von Kransteuerungsbegrenzungen ausgleichen.

Leitungszugverteilung

Mehrere Seilstränge verteilen die hängende Last auf die tragenden Seilstränge, wodurch die erforderliche Seilzugkraft in jedem Strang verringert wird und gleichzeitig die effektive Tragfähigkeit des Krans innerhalb der Grenzen des Lastdiagramms, der Seiltragfähigkeit, der Rollenführung und des Hubwerks erhöht wird. Die Einscherung bestimmt somit die Lastverteilung und die zulässigen Zugkräfte an der Trommel, den Ablenkwinkel und den Hakenblock.

  1. Mehr Seilstränge verringern die einzelne Seilspannung, jedoch verhindern Reibung und ungleichmäßige Belastung eine vollkommen gleichmäßige Verteilung.
  2. Jeder zusätzliche Seilstrang erfordert einen größeren Seilweg; die Hakengeschwindigkeit verringert sich proportional bei einer gegebenen Trommeldrehzahl.
  3. Die Planung des Hubvorgangs, einschließlich Gewicht, Ausladung, Beschleunigung, Wind und Einscherwirkungsgrad, bestätigt ausreichende Sicherheitsreserven.

Das Lastseil muss auf Verschleiß, Quetschungen, Schmierung und korrekten Sitz in jeder Seilscheibe geprüft werden. Bediener müssen die Einscherungstabelle des Herstellers verwenden und dürfen während des Hebebetriebs weder die zulässige Seilzugkraft noch die Tragfähigkeit gemäß Lastdiagramm überschreiten.

Welche Sicherheitsprüfungen der Seilführung sind vor einem Hub erforderlich?

Vor dem Heben muss die Einschertung gemäß den Herstelleranweisungen und dem Hebeplan überprüft werden, um die korrekte Anzahl der Seilstränge, die ordnungsgemäße Seilführung, den richtigen Eingriff in die Seilscheiben und die Tragfähigkeit zu bestätigen. Der Kranführer und die befähigte Person sollten jeden Seilstrang auf Beschädigungen, Quetschungen, Korrosion, Knicke, Drahtbrüche oder unsachgemäßes Aufspulen auf der Trommel prüfen. Ausgleichsscheiben, Festpunktbefestigungen, Keilschlösser, Hakenflaschen und Sicherheitsverschlüsse müssen sicher sitzen und korrekt montiert sein.

Die Vorprüfung muss bestätigen, dass Seilzugkraft, Blocktragfähigkeit und Seilwinkel innerhalb der zulässigen Grenzen liegen. Eine Anschlagmittelprüfung muss Anschlagmittel, Schäkel, Anschlagpunkte und Lastverbindungen überprüfen, bevor Zug aufgebracht wird. Funktionsprüfungen sollten das Ansprechverhalten der Hubwerksbremse, Endschalter, die Zweiblockiersicherung und, soweit erforderlich, ein kontrolliertes Probehuben umfassen. Die Windbedingungen müssen anhand der Kran- und Lastbegrenzungen beurteilt werden, insbesondere bei Lasten mit großer Windangriffsfläche. Eine Bereichsabsicherung ist erforderlich, um zu verhindern, dass Personen den Weg der schwebenden Last, den Schwenkbereich oder den möglichen Bereich eines Seilversagens betreten. Jede Abweichung muss vor dem Heben behoben werden.

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