Anschlagmittel

Hebezeuge und Anschlagmittel
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Ein Hebezeug, allgemein als Kranschlinge bezeichnet, ist ein für eine bestimmte Tragfähigkeit ausgelegtes lasttragendes Gerät, das eine Last mit der Hebeeinrichtung eines Krans verbindet. Zu den Arten gehören Drahtseil-, Ketten-, Gurtband- und Rundschlingen, die mit Haken, Schäkeln, Ösen oder Aufhängegliedern ausgestattet sind. Bei der Auswahl müssen Lastgewicht, Schwerpunkt, Anschlagpunkte, Neigungswinkel der Schlinge, Umgebung und zulässige Tragfähigkeit (WLL) berücksichtigt werden. Kennzeichnungen müssen lesbar sein, und beschädigte Ausrüstung muss außer Betrieb genommen werden. Die folgenden Abschnitte erläutern Auswahl, Tragfähigkeit, Prüfung und sichere Anwendung.

Hebezeugzubehör und Kranschlingen erklärt

Hebezubehör und Kranschlingen sind Lastaufnahmemittel, die verwendet werden, um eine schwebende Last mit einem Kranhaken oder Hebegerät zu verbinden. Sie übertragen die Hubkräfte zwischen dem Kran und der Last und gewährleisten zugleich eine kontrollierte Positionierung der Last beim Heben, Senken und Transportieren. Ihre Auswahl muss der Lastmasse, dem Schwerpunkt, der Geometrie, den Anschlagpunkten, dem Neigungswinkel der Anschlagmittel, den Umgebungsbedingungen und der vorgesehenen Betriebsart entsprechen.

Im Rahmen der Einsatzarten von Anschlagmitteln ermöglichen Zubehörteile direkte, geschnürte, umschlingende oder mehrsträngige Lastverbindungen, sofern die jeweils geltende Tragfähigkeit und die Reduktionsfaktoren berücksichtigt werden. Der sichere Betrieb erfordert Kennzeichnungen, einen nachvollziehbaren Prüfstatus sowie die Verwendung innerhalb der vom Hersteller festgelegten Grenzen. Beschädigte, verformte, verschlissene, korrodierte oder nicht gekennzeichnete Ausrüstung ist außer Betrieb zu nehmen.

Die Sicherheitsvorschriften für Kranarbeiten verlangen, dass befähigte Personen die Anschlaganordnung vor der Verwendung beurteilen, stoßartige Belastungen verhindern und Personen von schwebenden Lasten fernhalten. Die Last muss während des gesamten Hebevorgangs gegen Verrutschen, Drehen oder unbeabsichtigtes Lösen gesichert sein.

Arten von Kranschlingen und Anschlagmitteln

Kranschlingen und Anschlagmittel werden entsprechend den Lastmerkmalen, der Anschlaggeometrie, der Tragfähigkeit sowie den geltenden Herstelleranweisungen und Sicherheitsanforderungen ausgewählt. Zu den gängigen Schlingenarten gehören Drahtseilschlingen, Kettenschlingen, Hebebandschlingen und Rundschlingen. Drahtseile eignen sich für abriebfeste Anwendungen, während Ketten Verstellmöglichkeiten bieten und für robuste Handhabungsumgebungen geeignet sind. Textile Schlingen schützen bearbeitete Oberflächen, erfordern jedoch eine Kontrolle hinsichtlich scharfer Kanten, Hitze, Chemikalien und Verunreinigungen.

Zu den Endverbindungen von Schlingen gehören Ösen, Kauschen, Haken, Aufhängeglieder, Schäkel, Vergusskegel und Keilverbindungen. Jede Komponente muss mit der Konstruktion der Schlinge sowie dem Kranhaken oder dem Lastanschlagpunkt kompatibel sein. Haken müssen, sofern vorgeschrieben, über funktionsfähige Sicherheitsverschlüsse verfügen und dürfen nicht seitlich belastet werden, sofern dies nicht genehmigt ist.

Zu den Anschlagarten gehören der gerade Zug, der Schnürgang, der Korbgang und mehrsträngige Anordnungen. Ihre Auswahl hängt von der Stabilität, den Anschlagpunkten und der Kontrolle der Schlingenwinkel ab. Kranscheiben werden nur bei Drahtseilsystemen verwendet, die für das Umlenken über Seilscheiben ausgelegt sind; ungeeignete Durchmesser oder beschädigte Rillen können den Seilverschleiß beschleunigen.

Tragfähigkeiten von Anschlagmitteln, WLL und wichtige Begriffe

Die zulässige Tragfähigkeit (WLL) bezeichnet die maximale Last, die ein Anschlagmittel oder Beschlagteil unter festgelegten Bedingungen sicher tragen darf, und darf niemals überschritten werden. Eine sichere Auswahl erfordert außerdem das Verständnis von Begriffen wie Nenntragfähigkeit, Sicherheitsfaktor, Neigungswinkel des Anschlagmittels, Anschlagart und Lastkonfiguration. Kennzeichnungen, Herstelleranweisungen und geltende Normen müssen vor jedem Hebevorgang überprüft werden.

Verständnis der WLL-Bewertungen

Die zulässige Tragfähigkeit (WLL) ist die maximale Last, die ein Anschlagmittel oder eine Schlinge unter festgelegten Einsatzbedingungen tragen darf. Sie wird vom Hersteller durch Konstruktionsprüfung, Werkstoffauswahl, Prüfungen und die Anwendung geltender Normen festgelegt. Die angegebene WLL gilt nur, wenn die Schlinge korrekt konfiguriert, unbeschädigt und innerhalb der zulässigen Temperatur-, Winkel- und Verbindungsgrenzen verwendet wird.

Die WLL-Kennzeichnung muss lesbar bleiben und dauerhaft angebracht sein, um eine Prüfung vor der Verwendung zu ermöglichen. Die Bediener müssen bestätigen, dass die gekennzeichnete Tragfähigkeit mit dem geplanten Hub und der tatsächlichen Anschlaganordnung übereinstimmt. Lastverteilung, Neigungswinkel der Schlinge, Anschlagart und dynamische Einflüsse können die verfügbare Tragfähigkeit verringern. Daher muss sachkundiges Personal vor dem Heben Tragfähigkeitsfaktoren berechnen. Eine Schlinge mit fehlender, unleserlicher oder widersprüchlicher Kennzeichnung ist außer Betrieb zu nehmen, bis ihre Konformität und zulässige Tragfähigkeit von einer befugten Person zuverlässig bestätigt wurden.

Grundlegende Begriffe zu Schlingen

Die konsequente Verwendung der Begriffe für Anschlagmittel unterstützt die richtige Auswahl der Tragfähigkeit, die Prüfung und die Kommunikation bei Kranhebevorgängen. Die zulässige Arbeitslast (WLL) bezeichnet die maximal zulässige Last unter festgelegten Bedingungen und darf nicht mit Bruchkraft oder Prüflast verwechselt werden. Die Tragfähigkeit ändert sich je nach Anschlagart, einschließlich senkrechter Anschlagart, Würgeanschlag, Korbanschlag und mehrsträngigen Anschlagarten, da Anschlagwinkel und Anschlagmethoden die Strangzugkraft beeinflussen.

Ein Aufhängeglied verbindet die Anschlagmittelbaugruppe mit dem Kranhaken; Endbeschläge, Haken, Schäkel und Ösen stellen die Verbindung zur Last her. Der eingeschlossene Winkel ist der Winkel zwischen den Anschlagsträngen und für die Lastkontrolle von entscheidender Bedeutung. Die Kennzeichnung muss lesbar bleiben und mit der Art des Anschlagmittels, dem Material, der Länge und der WLL übereinstimmen. Diese Grundlagen der Anschlagtechnik fördern die Kransicherheit, indem sie kompatible Komponenten, die richtige Auswahl der Anschlagart sowie die Außerbetriebnahme beschädigter oder nicht identifizierbarer Anschlagmittel gewährleisten.

Wie Anschlagwinkel die Tragfähigkeit von Anschlagmitteln beeinflussen

Der Anschlagwinkel ist ein entscheidender Faktor beim Kranheben, da eine Verringerung des Winkels zwischen jedem Anschlagmittelstrang und der Horizontalen die Zugkraft in den Anschlagmittelsträngen erhöht. Diese Winkelverringerung kann dazu führen, dass ein Anschlagmittel seine Nenntragfähigkeit überschreitet, auch wenn die angehobene Last unverändert bleibt. Die Auswirkungen des Anschlagwinkels müssen daher vor dem Heben anhand der Lasttabellen des Herstellers und der geltenden Normen berechnet werden.

Bei einer symmetrischen Zweistranganordnung trägt jeder Strang mehr als die Hälfte der Last, je flacher der Winkel wird. Bei 60° zur Horizontalen ist die Strangzugkraft vergleichsweise moderat; bei 30° steigt sie deutlich an. Winkel unterhalb des vom Hersteller zulässigen Mindestwinkels erfordern besondere Vorsicht und können durch Baustellenverfahren untersagt sein.

Die WLL-Abminderungsregeln sind auf die vollständige Hebekonfiguration anzuwenden, einschließlich Anschlagmitteln, Haken, Schäkeln und Aufhängegliedern. Der Winkel muss von der Horizontalen aus gemessen werden, sofern die Produktdokumentation nichts anderes angibt. Die Hubplanung muss bestätigen, dass Lastverteilung, Schwerpunkt, Stranggeometrie und ausreichende Tragfähigkeit vor Beginn der Kranarbeiten berücksichtigt wurden.

Auswahl von Anschlagmitteln für verschiedene Lasten

Die Auswahl der Anschlagmittel muss mit der Überprüfung des Lastgewichts, des Schwerpunkts und der Ausbalancierung beginnen, um sicherzustellen, dass jeder Anschlagstrang innerhalb seiner Tragfähigkeit bleibt. Das Material des Anschlagmittels muss mit der Oberflächenbeschaffenheit der Last, der Temperatur, scharfen Kanten sowie der Einwirkung von Chemikalien oder Abrieb kompatibel sein. Auswahl und Verwendung müssen den geltenden Herstelleranweisungen und einschlägigen Hebestandards entsprechen.

Beladungsgewicht und Schwerpunktlage

Vor der Auswahl eines Anschlagmittels müssen das verifizierte Gewicht der Last, ihr Schwerpunkt, ihre Abmessungen und die Anordnung der Anschlagpunkte ermittelt werden. Diese Informationen unterstützen eine vorschriftsmäßige Lastentransportplanung und verhindern Überlastung, Kippen oder unkontrollierte Bewegungen. Die verantwortliche Person muss dynamische Einflüsse, Anschlagmittel-Neigungswinkel und die Tragfähigkeit aller verbundenen Komponenten berücksichtigen. Eine genaue Schwerpunktbestimmung ist unerlässlich, wenn Lasten asymmetrisch sind, innere bewegliche Teile enthalten oder versetzt angeordnete Anschlagösen aufweisen.

  1. Das Gewicht anhand von Unterlagen oder einer kalibrierten Messung bestätigen.
  2. Den Schwerpunkt vor dem Anschlagen der Hebezeuge ermitteln.
  3. Anschlagpunkte hinsichtlich Position, Unversehrtheit und zugelassener Tragfähigkeit prüfen.
  4. Den Hubweg planen, einschließlich Freiraum und Standsicherheit beim Absetzen.

Der Kranführer muss die Last langsam anheben, um die Balance zu prüfen. Wenn sich die Last verschiebt oder ungleichmäßig hängt, muss sie abgesenkt und die Anschlaganordnung korrigiert werden, bevor der Hub fortgesetzt wird.

Auswahl des Anschlagmittelmaterials

Sobald die Lastmerkmale und die Anschlaggeometrie überprüft wurden, ist das Anschlagmittelmaterial entsprechend der Lastoberfläche, Temperatur, Kanten, Umgebung und erforderlichen Tragfähigkeit auszuwählen. Drahtseilschlingen aus Stahl eignen sich für hohe Temperaturen, raue Oberflächen und anspruchsvolle industrielle Einsätze, erfordern jedoch eine Prüfung auf Drahtbrüche, Korrosion und Verformungen. Kettenschlingen bieten robuste Materialeigenschaften und Anpassungsfähigkeit, dürfen jedoch nicht verwendet werden, wenn chemischer Angriff oder übermäßige Hitze die Festigkeit verringern. Synthetische Hebebänder und Rundschlingen schützen bearbeitete oder empfindliche Lasten; sie benötigen jedoch einen geeigneten Abriebschutz an Kanten und sind außer Betrieb zu nehmen, wenn Schnitte, Schmelzspuren oder Verunreinigungen festgestellt werden. Die chemische Beständigkeit gegenüber Säuren, Laugen, Lösungsmitteln und Ölen muss bestätigt werden. Die Umweltbeständigkeit, einschließlich UV-Strahlung, Feuchtigkeit und maritimer Bedingungen, ist zu bewerten. Die Auswahl muss den geltenden Normen, Herstelleranweisungen, gekennzeichneten Tragfähigkeiten und Prüfanforderungen entsprechen.

Prüfen, Lagern und Ausmustern von Anschlagmitteln

Regelmäßige Inspektionen, korrekte Lagerung und rechtzeitige Aussonderung sind wesentliche Maßnahmen zur Erhaltung der Anschlagmittelintegrität und zur Vermeidung von Hebeunfällen. Befähigte Personen sollten Kontrollen vor der Benutzung und wiederkehrende Prüfungen gemäß den geltenden Herstelleranweisungen, EN-Normen und betrieblichen Verfahren durchführen. Die Dokumentation muss die Identifikation, Prüfdaten, Feststellungen, Korrekturmaßnahmen und die Beauftragung des Prüfers enthalten.

  1. Den Zustand des Anschlagmittels prüfen, einschließlich Etiketten, WLL-Kennzeichnungen, Nähte, Beschlagteile, Haken, Glieder und Schutzschläuche.
  2. Schadensanzeichen wie Schnitte, Abrieb, Drahtbrüche, Korrosion, Hitzeeinwirkung, chemischen Angriff, Verformung oder unzulässige Reparaturen feststellen.
  3. Anschlagmittel sauber und trocken lagern und vor ultravioletter Strahlung, scharfen Kanten, Feuchtigkeit, Verunreinigungen und mechanischen Einwirkungen schützen; sie auf geeigneten Gestellen aufhängen.
  4. Fehlerhafte Ausrüstung unverzüglich außer Betrieb nehmen, deutlich kennzeichnen, in Quarantäne stellen und nach bestätigter Aussonderung zerstören oder an einen zugelassenen Lieferanten zurückgeben.

Kein Anschlagmittel darf verwendet werden, wenn seine Tragfähigkeitskennzeichnung unleserlich ist oder seine Gebrauchstauglichkeit zweifelhaft ist.

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