Lastdiagramm

Diagramm und Kapazitätstabelle laden
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Ein Lastdiagramm (Load Chart) ist die vom Kranhersteller herausgegebene Tragfähigkeitstabelle für eine bestimmte Kran-Konfiguration. Sie legt die zulässige Bruttolast abhängig von Auslegerlänge, Arbeitsradius, Abstützung, Jib, Gegengewicht und Betriebsart fest. Maßgeblich sind die tatsächliche Aufstellung, Nivellierung, Windbedingungen sowie das Gewicht von Hakenflasche und Anschlagmitteln. Eine falsche Tabelle oder Radiusangabe kann die Tragfähigkeit ungültig machen. Die folgenden Hinweise zeigen, wie Lasttabellen sicher ausgewählt und angewendet werden.

Was ist eine Kranlasttabelle?

Ein Kranlastdiagramm ist eine vom Hersteller herausgegebene Tabelle oder Grafik, die die maximal zulässige Hubkapazität eines bestimmten Krans unter festgelegten Einsatzbedingungen definiert. Es ordnet zulässige Lasten bestimmten Auslegerlängen, Arbeitsradien, Abstützungen, Höhen und Konfigurationen zu. Für den Gebrauch im Betrieb muss das zum Kranmodell und zur tatsächlichen Rüstung passende Diagramm verfügbar sein.

Vor jedem Hub sind eine Sicherheitsprüfung vor dem Einsatz sowie der Abgleich der Einsatzdaten erforderlich. Beschäftigte müssen das Lastdiagramm verstehen, das Lastgewicht korrekt berechnen und Anschlagmittel, Hakenblock sowie Zusatzgeräte einbeziehen. Radiusfaktoren beachten bedeutet, den tatsächlichen Abstand zwischen Drehmitte und Last exakt zu bestimmen. Der Einfluss der Auslegerwahl auf die zulässige Kapazität ist unmittelbar zu berücksichtigen. Ebenso sind Tragfähigkeit bei Wind, zulässige Windgeschwindigkeiten und mögliche Auslegerbewegungen relevant. Bodenbedingungen prüfen umfasst Tragfähigkeit, Neigung, Unterbau und korrekte Abstützung. Das Lastdiagramm dient damit als verbindliche Arbeitsgrundlage für die Auswahl einer geeigneten Kranstellung und Hubkonfiguration.

Warum Traglasttabellen sichere Hubgrenzen festlegen

Lasttabellen legen sichere Tragfähigkeitsgrenzen fest, da sich Kranstabilität, strukturelle Festigkeit und Betriebsbedingungen mit Ausladung, Auslegerlänge, Konfiguration und Abstützung ändern. Sie übertragen vom Hersteller geprüfte Grenzwerte in klare betriebliche Vorgaben und verhindern Überlastungen, Kippgefahren sowie Schäden am Ausleger, an Seilen oder tragenden Komponenten. Die angegebene Tragfähigkeit ist kein Zielwert, sondern ein Maximum unter festgelegten Bedingungen und beinhaltet eine Sicherheitsmarge, die normale betriebliche Unsicherheiten berücksichtigen soll.

  1. Die Einhaltung der Lasttabelle stellt sicher, dass Hubarbeiten innerhalb der vom Hersteller zugelassenen Grenzen bleiben, anstatt sich auf Schätzungen oder frühere Erfahrungen zu verlassen.
  2. Prüfungen durch den Bediener bestätigen den tatsächlichen Zustand des Krans, das Lastgewicht, das Gewicht der Anschlagmittel und den umliegenden Arbeitsbereich bevor die Bewegung beginnt.
  3. Der Windeinfluss muss fortlaufend beurteilt werden, insbesondere bei Lasten mit großer Angriffsfläche, da Böen die dynamischen Kräfte erhöhen und die Kontrolle verringern können.

Sichere Grenzwerte unterstützen eine disziplinierte Planung und Durchführung. Wenn die Bedingungen von den für den Hub angenommenen Bedingungen abweichen, muss der Vorgang vor dem Fortfahren erneut bewertet werden.

Diagrammkapazität, Radius und Einrichtungsdaten laden

Die Tragfähigkeit laut Lasttabelle nimmt mit zunehmendem Arbeitsradius ab, daher muss vor jedem Hub der korrekte Radius überprüft werden. Die anzuwendende Tabelle hängt von Aufbaudaten wie Auslegerkonfiguration, Gegengewicht, Abstützstellung, Bodenverhältnissen und zulässigen Windgrenzen ab. Bediener dürfen nur die Tabelle verwenden, die der tatsächlichen Krankonfiguration und den Hubbedingungen entspricht.

Kapazitätsgrenzen nach Radius

Bei jedem Arbeitsradius gibt die Traglasttabelle die maximal zulässige Tragfähigkeit für die definierte Kran-Konfiguration an, einschließlich Auslegerlänge, Gegengewicht, Abstützstellung und Arbeitsbereich. Die Tragfähigkeit nimmt mit zunehmendem Radius ab, weil Kippmoment und strukturelle Belastungen steigen. Der Bediener muss den tatsächlichen Hakenradius verwenden, nicht eine geschätzte Entfernung, und das Gewicht von Unterflasche, Anschlagmitteln, Traverse und anderer Unterflur- bzw. Unterhaken-Ausrüstung berücksichtigen.

  1. Der Nennwert ist eine Grenze, keine anzustrebende Tragfähigkeit.
  2. Die gesamte schwebende Last muss unter der angegebenen Tragfähigkeit bleiben.
  3. Plötzliche Bewegungen, Seitenbelastungen oder unkontrolliertes Pendeln sind verboten.

Die Kalibrierung der Traglasttabelle stellt sicher, dass die angezeigten Werte den zugelassenen Leistungsdaten des Krans entsprechen. Die Ausbildung des Bedieners unterstützt die korrekte Bestimmung des Radius und die sichere Interpretation der Tabelleneinträge. Windverhältnisse und die Tragfähigkeit des Bodens müssen vor dem Heben überprüft werden, da sie die Betriebssicherheit verringern können, selbst wenn der Tabellenwert eingehalten wird.

Einrichtungsdaten und Bedingungen

Der sichere Kranbetrieb hängt davon ab, dass vor Beginn eines Hubvorgangs überprüft wird, ob die Lasttabelle mit der tatsächlichen Aufstellung übereinstimmt. Der Bediener muss Auslegerlänge, Gegengewicht, Abstützungsweite, Arbeitsradius, Hubmodus und alle in der Herstellertabelle zugelassenen Anbaugeräte bestätigen. Die Standsicherheit des Untergrunds muss beurteilt werden hinsichtlich Tragfähigkeit, Neigung, unterirdischer Hohlräume und geeigneter Abstützmatten; Tabellenwerte gelten nicht, wenn der Kran nicht waagerecht steht oder nicht ausreichend abgestützt ist. Windbedingungen erfordern eine kontinuierliche Überwachung, da Böen Pendelbewegungen der Last, seitliche Belastungen und den effektiven Radius erhöhen können. Der geplante Hub muss außerdem ausreichenden Freiraum für Anschlagmittel gegenüber Ausleger, Hakenflasche, Bauwerken, Stromleitungen und Personen gewährleisten. Das Lastgewicht umfasst Anschlagseile, Schäkel, Traverse, Haken und Hebezubehör. Weicht irgendeine Aufstellbedingung von den Annahmen der Lasttabelle ab, muss die zulässige Tragfähigkeit neu bewertet und der Hub angehalten werden, bis die Übereinstimmung wiederhergestellt ist.

Bruttolast und abzugsfähige Gewichte berechnen

Bei jedem Hebevorgang wird die Bruttolast berechnet, indem das Nettogewicht des Gegenstands zu sämtlichem angeschlagenen Rigging, Hebezeug, Haken, Traverse und anderen vom Kran getragenen Komponenten addiert wird. Diese Summe muss die tatsächlich schwebende Masse einschließlich aller temporären Hebevorrichtungen und am Lastaufnahmemittel verbleibenden Ausrüstungen widerspiegeln.

  1. Überprüfen Sie das Nettogewicht anhand von Zeichnungen, Kennzeichnungen, Versandunterlagen oder einer zuverlässigen Berechnung.
  2. Ermitteln Sie das Rigging-Gewicht getrennt für Anschlagmittel, Schäkel, Hebetraversen, Hakenflaschen, Heberahmen und Schutzmaterialien.
  3. Vergleichen Sie die Bruttolast mit dem zutreffenden Tabellenwert, nachdem die vom Hersteller angegebenen abzugsfähigen Gewichte ermittelt wurden.

Abzugsfähige Gewichte sind Komponenten, die bereits in der Nenntragfähigkeit einer Tabelle berücksichtigt oder ausdrücklich als Abzüge aufgeführt sind. Sie dürfen nicht doppelt gezählt werden, müssen jedoch bei der Planung weiterhin physisch berücksichtigt werden. Die Herstellerdokumentation legt fest, welche Hakenflaschen, verstauten Ausrüstungen oder Anbauten eingeschlossen sind. Compliance-Prüfungen sollten Einheiten, Gewichtstoleranzen, Auswirkungen des Schwerpunkts und die Vollständigkeit des Lastpfads bestätigen. Bei unsicheren Gewichten sind konservative Annahmen zu treffen oder vor Beginn des Hebevorgangs verifizierte Messungen durchzuführen.

Ausleger-, Jib- und Abstützungskonfiguration auswählen

Die ausgewählte Auslegerlänge muss den erforderlichen Radius und die erforderliche Hubhöhe ermöglichen, ohne die Grenzwerte der Traglasttabelle zu überschreiten. Jede Wippspitzenauslegerkonfiguration muss angegeben werden, einschließlich ihrer Länge, ihres Winkels und der geltenden Tragfähigkeitsreduzierung. Die Abstützungen müssen in der in der Traglasttabelle angegebenen Position eingestellt und überprüft werden, bevor die entsprechende Tragfähigkeit verwendet wird.

Auswahl der Auslegerlänge

Vor der Eingabe der Hubdaten wählt der Bediener die installierte Auslegerlänge, gegebenenfalls einen Jib oder eine Verlängerung sowie die tatsächliche Abstützkonfiguration. Bei der Auswahl der Auslegerlänge darf nur der gemessene, verriegelte Teleskopzustand des hydraulischen Auslegers verwendet werden. Die gewählte Länge muss dem Traglasttabellenbereich des Krans und dem geplanten Arbeitsradius entsprechen; Annahmen anhand geschätzter Ausschublängen sind unsicher. Vor dem Heben sollte eine Verschleißprüfung des Auslegers bestätigen, dass Bolzen, Teleskopabschnitte, Schläuche und Verriegelungsmechanismen betriebsbereit sind.

  1. Die vollständig eingefahrenen oder ausgefahrenen Abschnittspositionen ermitteln.
  2. Die tabellierte Länge anhand der erforderlichen Hakenhöhe und des Arbeitsradius überprüfen.
  3. Die Schwenkfreigängigkeit über den gesamten vorgesehenen Drehbereich bestätigen.

Verlängerungsfaktoren gelten nur, wenn sie vom Hersteller angegeben sind, und dürfen Tabellenwerte nicht ersetzen. Wenn die verfügbare Auslegerlänge keine ausreichende Freigängigkeit oder Tragfähigkeit bietet, muss der Hub neu geplant werden.

Konfigurieren von Ausleger und Abstützungen

Sobald die korrekte Auslegerlänge ausgewählt ist, muss die Lasttabelle auf die exakt am Kran installierte Jib- und Abstützkonfiguration eingestellt werden. Der Bediener überprüft, ob ein fester Jib, ein wippbarer Jib, ein Fly-Teil oder eine andere Anbauausrüstung montiert ist, da jede Option die zulässige Last, den Radius und den Betriebswinkel verändert. Gegengewicht, Einscherung und installierte Ausrüstung müssen ebenfalls mit der Auswahl in der Lasttabelle übereinstimmen.

Die Abstützungen erfordern ebenso besondere Aufmerksamkeit. Die Lasttabelle muss die tatsächliche Abstützbasis widerspiegeln: vollständig ausgefahren, Zwischenstellungen oder Betrieb auf Reifen. Jede Abstützung muss ordnungsgemäß ausgefahren, nivelliert und auf geeigneten Unterlegmatten abgestützt sein. Der Bediener muss die Auslegerneigung berücksichtigen, da sie Radius und Standsicherheit beeinflusst. Vor dem Heben ist insbesondere auf unebenem oder wenig tragfähigem Untergrund eine Stützdruckkontrolle durchzuführen. Weicht die ausgewählte Konfiguration von der tatsächlichen Maschineneinstellung ab, ist die angegebene Tragfähigkeit ungültig und der Hub darf nicht beginnen.

Wie der Radius die Tragfähigkeit der Lasttabelle beeinflusst

Mit zunehmendem Arbeitsradius nimmt die Tragfähigkeit eines Krans ab, weil die Last ein größeres Kippmoment auf die Maschine ausübt. Der Radius wird horizontal vom Drehmittelpunkt des Krans bis zur senkrechten Wirkungslinie der Last gemessen. Selbst eine geringe Verlängerung des Auslegers oder eine veränderte Aufnahmeposition kann die zulässige Last erheblich verringern.

Wichtige praktische Folgen sind:

  1. Eine Last, die nahe am Kran zulässig ist, kann die Tragfähigkeit überschreiten, wenn sie weiter nach außen bewegt wird, obwohl ihre Masse unverändert bleibt.
  2. Dynamische Einflüsse, einschließlich der Auswirkungen der Windgeschwindigkeit, Beschleunigung, pendelnder Lasten und plötzlichen Anhaltens, können die tatsächlich wirkenden Kräfte über die statischen Bedingungen hinaus erhöhen.
  3. Der Bodendruck muss innerhalb der zulässigen Grenzen bleiben, da Setzungen oder Abstützbewegungen die Standsicherheit und den wirksamen Radius verändern.

Der Bediener muss den geplanten Radius während des Hebens, Schwenkens und Absetzens einhalten. Lastabmessungen, das Gewicht des Hakenflaschenblocks, Anschlagmittel und jegliche Hebeanbauteile zählen zur gesamten angehobenen Last. Ein sicherer Hub erfordert eine geeignete Kranpositionierung, einen ebenen Aufbau sowie den Ausschluss unbeabsichtigter Radiusvergrößerungen durch Auslegerdurchbiegung oder Lastdrift.

Wie man ein Lastdiagramm Schritt für Schritt liest

Das Lesen eines Lastdiagramms beginnt mit der Bestätigung der Krankonfiguration, der Auslegerlänge, des Arbeitsradius und der im Diagramm angegebenen Abstützbedingungen. Die zulässige Tragfähigkeit wird dann beim richtigen Radius ermittelt und mit der gesamten zu hebenden Last einschließlich Anschlagmitteln und Anbauteilen verglichen. Der Hebevorgang darf nur durchgeführt werden, wenn die berechnete Last innerhalb der angegebenen Diagrammgrenze liegt und alle aufgeführten Bedingungen erfüllt sind.

Wichtige Diagrammdaten identifizieren

Eine Traglasttabelle sollte in einer festgelegten Reihenfolge gelesen werden, um unsichere Annahmen zur Tragfähigkeit zu vermeiden. Der Bediener identifiziert die exakte Kran-Konfiguration, bevor er einen Tragfähigkeitswert heranzieht. Relevante Einträge müssen mit dem geplanten Aufbau übereinstimmen, einschließlich Auslegerlänge, Arbeitsradius, Abstützstellung, Gegengewicht und Arbeitsbereich. Symbole, Fußnoten und schattierte Bereiche erfordern gleichermaßen Aufmerksamkeit, da sie bestimmte Konfigurationen oder Bewegungen einschränken können.

  1. Bestätigen Sie das Tabellenmodell, den Seriennummernbereich und den Konfigurationscode anhand der Krandokumentation.
  2. Suchen Sie die zutreffende Auslegerlänge sowie die Radiusspalte oder -zeile unter Verwendung des angegebenen Bezugspunkts.
  3. Prüfen Sie Begrenzungshinweise, einschließlich Windbedingungen, zulässiger Schwenkbereiche und Gewichtsfaktoren.

Die dargestellten Werte sind lediglich Tabellendaten, keine Hubanweisung. Anbaugeräte, Einscherungsangaben und Radiusdefinitionen müssen vor dem Betrieb direkt anhand des aktuellen Herstellerhandbuchs überprüft werden.

Sichere Tragfähigkeit berechnen

Die sichere Tragfähigkeit wird erst bestimmt, nachdem die genaue Konfiguration mit der entsprechenden Hersteller-Lasttabelle abgeglichen wurde. Der Bediener ermittelt Auslegerlänge, Arbeitsradius, Gegengewicht, Abstützstellung, Jibanordnung und den zulässigen Schwenkbereich. Der Tabellenwert ist anschließend als maximale Bruttotragfähigkeit zu behandeln, nicht automatisch als zulässige Nutzlast.

Hakenflasche, Anschlagmittel, Schäkel, Traverse und andere Anschlagkomponenten müssen von diesem Wert abgezogen werden. Ihre verifizierten Gewichte sowie der tatsächliche Schwerpunkt der Last bestimmen, ob der geplante Hub innerhalb der Grenzen bleibt. Standsicherheitsfaktoren, die Bodenpressung bzw. Tragfähigkeit des Untergrunds, Windgrenzen und dynamische Einwirkungen beim Heben oder Schwenken erfordern eine gesonderte Beurteilung.

Wird ein elektronischer Traglastbegrenzer verwendet, muss die Kalibrierung der Lastzelle aktuell sein und die Funktion geprüft werden. Weichen gemessener Radius, Konfiguration oder Lastgewicht von den geplanten Daten ab, muss der Hebevorgang eingestellt werden, bis eine überarbeitete Tragfähigkeitsprüfung sichere Bedingungen bestätigt.

Wie sich Lasttabellen je nach Krantyp unterscheiden

Traglasttabellen variieren je nach Krantyp, da die Geometrie, das Gegengewicht, die Auslegerkonfiguration, die Abstützbedingungen und die Betriebsgrenzen jeder Maschine deren Nenntragfähigkeit bestimmen. Eine Traglasttabelle für einen Autokran unterscheidet typischerweise zwischen voll ausgefahrenen, teilweise ausgefahrenen oder eingefahrenen Abstützungen und kann Tragfähigkeiten über den Front-, Seiten- oder Heckbereich angeben. Die Auswahl des mobilen Arbeitsradius muss dem tatsächlichen Arbeitsradius, der Auslegerlänge, der Jibanordnung und dem installierten Gegengewicht entsprechen.

  1. Eine Raupenkran-Traglasttabelle berücksichtigt die Kettenposition, Ausleger- und Wippspitzenkombinationen sowie zulässige Bodenpressungsbedingungen; Grenzwerte für das Verfahren mit Last werden gesondert angegeben.
  2. Eine Turmdrehkran-Traglasttabelle stellt die Tragfähigkeit üblicherweise nach Auslegerradius dar, mit maximaler Last nahe am Mast und reduzierten Werten zur Auslegerspitze hin. Die Einbindehöhe und die Hakenflaschenanordnung können den zulässigen Betrieb beeinflussen.
  3. Geländekrane und All-Terrain-Krane verwenden konfigurationsspezifische Tabellen, die eine überprüfte Abstützungseinrichtung, die zulässige Nivelliertoleranz und die Nennbetriebsart erfordern.

Windgeschwindigkeitsaspekte sind insbesondere bei Turmdrehkranen, langen Auslegern und Lasten mit großer Windangriffsfläche relevant. Die jeweils geltende Herstellertraglasttabelle, Konfigurationsseite und Betriebsanleitung bleiben für jeden Hub die maßgeblichen Dokumente.

Häufige Fehler bei Kranlasttabellen

In der Praxis entstehen die meisten Lasttabellenfehler dadurch, dass ein Tragfähigkeitswert verwendet wird, der nicht der tatsächlichen Konfiguration des Krans entspricht. Typische Ursachen sind das Übersehen von Auslegerlänge, Arbeitsradius, Jib-Montage, Gegengewicht, Abstützstellung, Einschränkungen aufgrund der Bodenverhältnisse oder der Einscherung. Fehlinterpretationen der Tragfähigkeit treten auch auf, wenn Bediener Brutto- und Nettolast verwechseln oder eine Tabelle für eine andere Betriebsart auswählen.

Fehler bei der Einheitenumrechnung können ebenso schwerwiegende Abweichungen verursachen, insbesondere wenn Tonnen, Kilogramm, Pfund, Meter und Fuß in derselben Projektdokumentation verwendet werden. Ein scheinbar kleiner Rundungsfehler kann die verfügbare Sicherheitsmarge erheblich verringern.

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, nicht alle angehobenen Komponenten einzubeziehen. Hakenflasche, Anschlagmittel, Traversen, Hebebalken, Schäkel und andere Anschlagmittel müssen, sofern in der Lasttabelle vorgeschrieben, von der Nenntragfähigkeit abgezogen werden. Auch Wetterbeschränkungen, insbesondere Windgrenzen für Lasten mit großer Angriffsfläche, müssen eingehalten werden. Jeder unklare Eintrag, jede beschädigte Tabelle oder widersprüchliche Angabe muss vor Beginn des Hebevorgangs geklärt werden. Die Dokumentation muss lesbar, aktuell und am Kran verfügbar sein.

Planen Sie jeden Hub mit der richtigen Tabelle

Jeder geplante Hub muss mit dem aktuellen Lastdiagramm des Herstellers für die exakte Krankonfiguration und Betriebsart abgeglichen werden. Die Auswahl muss Auslegerlänge, Arbeitsradius, Gegengewicht, Abstützstellung, Einscherung, Verwendung eines Jibs und zulässige Windbedingungen berücksichtigen. Ein Lastdiagramm eines ähnlichen Modells oder einer anderen Konfiguration ist kein zulässiger Ersatz.

  1. Ermitteln Sie die zu hebende Last, einschließlich Hakenflasche, Anschlagmitteln, Schäkeln, Traverse und sonstiger Lastaufnahmemittel.
  2. Bestimmen Sie den maximalen Radius während des gesamten Bewegungsablaufs, einschließlich Aufnahme, Verfahren soweit zulässig und Absetzen der Last.
  3. Überprüfen Sie die zutreffende Traglastzeile, die Konfigurationshinweise, Bodenverhältnisse und betrieblichen Einschränkungen vor der Freigabe.

Zu den auswahlkritischen Punkten des Lastdiagramms gehören die eindeutige Identität der Konfiguration, der tatsächliche Radius, die Gewichte der Zusatzgeräte und die in Fußnoten genannten Begrenzungen. Die Sicherheitsprüfschritte für das Lastdiagramm sollten im Hebeplan dokumentiert und vom verantwortlichen Kranführer sowie der Aufsichtsperson geprüft werden. Wenn sich Bedingungen ändern, beispielsweise Radius, Wind, Kranaufstellung oder Lastgeometrie, muss der Hub vor der Fortsetzung anhand des korrekten Lastdiagramms erneut beurteilt werden.

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