Ein Hebegurt oder Textilschlingengehänge ist ein flexibles synthetisches Textilmittel, das verwendet wird, um eine Last mit einem Kranhaken oder einer zugelassenen Hebevorrichtung zu verbinden. Es besteht üblicherweise aus Polyester, Polyamid oder Polypropylen und wird nach Tragfähigkeit, Lastgeometrie, Schwerpunkt, Anschlagart, Winkel und Umgebungsbedingungen ausgewählt. Jeder Gurt muss über ein lesbares Kennzeichnungsetikett verfügen und vor der Verwendung auf Beschädigungen geprüft werden. Anforderungen an die korrekte Verwendung, den Schutz und die Inspektion sind nachstehend aufgeführt.
Hebebänder für Kranhebearbeiten
Hebebänder für Kranhebearbeiten sind flexible synthetische Anschlagmittel, die aus gewebtem Polyester, Nylon oder Polypropylen hergestellt werden und dazu dienen, eine Last mit Kranhaken oder anderer zugelassener Hebeausrüstung zu verbinden. Bei Kranarbeiten ermöglichen sie eine kontrollierte Lastaufnahme, wenn Kontaktflächen geschützt werden müssen und starre Anschlagmittel ungeeignet sind. Die Auswahl muss auf dem Hebeplan, der Lastgeometrie, dem Schwerpunkt, der Anschlagart, den Umgebungsbedingungen und den geltenden nationalen Anforderungen basieren.
Die sichere Verwendung erfordert vor jedem Hub eine Prüfung auf Schnitte, Abrieb, Verunreinigungen, Schäden an den Nähten, Hitzeeinwirkung, Verformungen oder unzulässige Reparaturen. Anschlagmittel mit Mängeln sind außer Betrieb zu nehmen und getrennt zu lagern. Bei scharfen Kanten sind geeignete Schutzschläuche oder Kantenschutzvorrichtungen zu verwenden, die für den vorgesehenen Einsatz ausgelegt sind. Der Bediener muss Verdrehen, Verknoten, Seitenbelastung, Schleifen über den Boden und Stoßbelastung verhindern. Die Kennzeichnung der Belastungsgrenzen muss lesbar bleiben und der geplanten Konfiguration entsprechen. Die Prüfdokumentation muss regelmäßige Prüfungen, festgestellte Mängel, Korrekturmaßnahmen und den Freigabestatus dokumentieren. Nur geschultes Personal darf Hebebänder während Kranbewegungen anschlagen, positionieren und überwachen.
Materialien, Kennzeichnungen und Tragfähigkeiten von Gurtbandschlingen
Beim Kranheben müssen Material von Hebebändern, Kennzeichnungsetiketten und Tragfähigkeiten vor Auswahl und Verwendung überprüft werden. Zu den gängigen Materialien für Hebebänder gehören Polyester, Polyamid und Polypropylen, die jeweils unterschiedliche Beständigkeiten gegenüber Feuchtigkeit, Chemikalien, Abrieb, Temperatur und Dehnung aufweisen. Polyester wird häufig verwendet, da es eine geringe Dehnung aufweist und gegen viele Säuren beständig ist; Polyamid kann durch Säuren beeinträchtigt werden, während Polypropylen eine geringere Temperaturbeständigkeit besitzt.
Jedes Hebeband muss mit einem dauerhaften, gut lesbaren Herstelleretikett versehen sein, auf dem die zulässige Arbeitslast, das Material, die Länge, die Rückverfolgbarkeitsnummer, die geltende Norm und Herstellerangaben angegeben sind. Fehlende, unleserliche, veränderte oder abgelöste Etiketten erfordern die Außerbetriebnahme, bis eine sachkundige Bewertung oder ein autorisierter Ersatz erfolgt ist.
Die Tragfähigkeit darf niemals allein anhand der Farbe abgeleitet werden, da die Farbcodierung je nach Norm oder Hersteller variieren kann. Bei der Inspektion müssen Schnitte, geschmolzene Fasern, chemische Schäden, gerissene Nähte, Verunreinigungen und übermäßiger Verschleiß festgestellt werden. UV-Schutzmaßnahmen, einschließlich geschützter Lagerung und der Vermeidung längerer Sonneneinstrahlung, tragen dazu bei, die Alterung zu begrenzen und die dokumentierte Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Anschlagarten von Hebebändern und Auswirkungen auf die Tragfähigkeit
Die Anschlagart beeinflusst unmittelbar die Tragfähigkeit eines Hebebands und muss gemäß den Herstelleranweisungen sowie der geltenden Hebevorschrift ausgewählt werden. Die auf dem Kennzeichnungsetikett angegebenen Tragfähigkeitswerte gelten üblicherweise für einen geraden, senkrechten Anschlag; alternative Anschlagarten erfordern zugelassene Reduktions- oder Einsatzfaktoren.
- Ein senkrechter Anschlag nutzt die Nenntragfähigkeit eines einzelnen Strangs unter kontrollierten Lastbedingungen.
- Ein Korbanschlag kann die Tragfähigkeit nur erhöhen, wenn die Last ausbalanciert ist, über eine ausreichend große Auflagefläche abgestützt wird und beide Bandstränge die Last gleichmäßig tragen.
- Ein Schnüranschlag reduziert die Tragfähigkeit, da das Hebeband gebogen und zusammengedrückt wird und Einschränkungen durch den Schnürwinkel unterliegt.
- Die Auswirkungen des Neigungswinkels erhöhen die Strangzugkraft mit zunehmendem Öffnungswinkel; kleine Winkel können die zulässige Belastung schnell überschreiten.
Knoten in Hebebändern sind verboten, da sie die Fasern beschädigen, starke Spannungskonzentrationen erzeugen und die Nenntragfähigkeit ungültig machen. Verdrehungen, Kantenbelastung und unzureichender Kontaktschutz können die sichere Leistung ebenfalls verringern. Die Anschlagart muss während des gesamten Hebevorgangs, des Transports und des Absetzens stabil bleiben.
Auswahl des richtigen Hebebands
Die Auswahl eines Hebebands muss auf dem Gewicht, der Geometrie, dem Schwerpunkt, den Anschlagpunkten, der erforderlichen Anschlagart und der für die vorgesehene Konfiguration geltenden Tragfähigkeit basieren. Das ausgewählte Hebeband muss über eine eindeutig gekennzeichnete zulässige Tragfähigkeit (WLL) verfügen, die für den geraden Zug, den Schnürgang, den Korbanschlag oder den mehrsträngigen Einsatz geeignet ist, einschließlich winkelbedingter Tragfähigkeitsreduzierungen.
Auch das Lastmaterial, die Kantenbeschaffenheit, die Temperatur, die Feuchtigkeitseinwirkung und die chemische Umgebung müssen bewertet werden. Hebebänder aus Polyester, Polyamid und Polypropylen weisen unterschiedliche Beständigkeitseigenschaften auf und müssen auf die Einsatzbedingungen sowie etwaige geltende Herstellerbeschränkungen abgestimmt werden. Die Länge des Hebebands muss eine stabile Befestigung ermöglichen, ohne übermäßige Anschlagwinkel oder unkontrollierte Lastbewegungen zu verursachen.
Um Lasten korrekt anzuschlagen, müssen die Anschlagpunkte mit der Bandbreite und den Abmessungen der Anschlagmittel kompatibel sein, sodass Punktbelastungen, Verdrehungen und scharfe Kanten vermieden werden. Geeigneter Kantenschutz muss, soweit erforderlich, vorgesehen werden. Das Personal muss Sicherheitsfaktoren berücksichtigen, indem dynamische Einflüsse, Beschleunigung, Lastverteilung und die Betriebsbedingungen des Krans einbezogen werden. Die Auswahl muss den geltenden Normen, Kennzeichnungsanforderungen und dem Hebeplan entsprechen.
Prüfung von Hebebändern auf Schäden
Ein korrekt ausgewähltes Hebeband ist vor jeder Verwendung sowie in den durch die geltende Norm, Herstelleranweisungen und betriebliche Hebeverfahren festgelegten Intervallen zu prüfen. Die Prüfung ist, sofern erforderlich, zu dokumentieren und von einer befähigten Person durchzuführen. Eine Sichtprüfung vor Ort dient dazu, sichtbare Zustände festzustellen, die die Festigkeit verringern, die Kennzeichnung beeinträchtigen oder eine weitere Verwendung unzulässig machen können.
- Gewebte Flächen auf Schnitte, gebrochene Garne, Risse, Durchstiche und Schäden durch Scheuern prüfen.
- Kanten, Nähte, Schutzschläuche und tragende Nähte auf Ablösungen oder Verschlechterungen untersuchen.
- Sicherstellen, dass das Kennzeichnungsetikett vorhanden, lesbar und mit der erforderlichen zulässigen Tragfähigkeit übereinstimmt.
- Beschläge, Ösen und Endschlaufen auf Verformung, Korrosion, Hitzeschäden, chemischen Angriff oder Verunreinigung prüfen.
Jedes Hebeband, das Schäden aufweist, welche die vom Hersteller festgelegten Zulässigkeitskriterien überschreiten, ist unverzüglich außer Betrieb zu nehmen, eindeutig zu kennzeichnen bzw. zu sperren und gegen erneute Ausgabe zu sichern. Knoten, unzulässige Reparaturen, geschmolzene Fasern, übermäßige Steifigkeit oder Verfärbungen erfordern eine formelle Beurteilung. Prüfaufzeichnungen sollten das Hebeband, das Prüfdatum, die Feststellungen und die verantwortliche befähigte Person enthalten.
Sichere Verwendung von Hebebändern mit Kränen
Bei der Verwendung mit Kränen müssen Hebebänder gemäß den Anweisungen des Herstellers, der zulässigen Arbeitslastgrenze und der geltenden Hebevorschrift angeschlagen werden. Die gewählte Anschlagkonfiguration muss zur Lastmasse, Form, den Anschlagpunkten und den zu erwartenden dynamischen Bedingungen passen. Scharfe Kanten erfordern zugelassene Schutzschläuche oder Kantenschutz, um Einschnitte, Abrieb und örtliche Faserschäden zu verhindern.
Die Auswirkungen des Anschlagwinkels müssen vor dem Heben berechnet werden: kleinere Strangwinkel erhöhen die Zugkraft in jedem Strang und können die zulässige Tragfähigkeit verringern. Der Kranhaken, Schäkel und andere Verbindungsmittel müssen mit der Bandbreite und der Ausführung der Schlaufen kompatibel sein, ohne Quetschungen, Verdrehungen oder Seitenbelastungen zu verursachen. Hinweise zum Lastschwerpunkt sind wesentlich; der Haken muss vor dem Anheben senkrecht über dem Schwerpunkt der Last positioniert werden. Ein Probehub sollte Gleichgewicht, Freiräume und den sicheren Eingriff bestätigen. Personen müssen sich außerhalb des Gefahrenbereichs aufhalten; Führungsleinen können, sofern die Gefährdungsbeurteilung dies zulässt, zur Kontrolle von Drehbewegungen verwendet werden.
« zurück Lexikon

