Ein Drehkranzlager ist die primäre Drehverbindung eines Krans zwischen dem stationären Unterbau und dem drehbaren Oberbau. Es überträgt Axiallasten, Radialkräfte und Kippmomente und gewährleistet dabei die Ausrichtung während des Hebens und Schwenkens. Typische Ausführungen umfassen einreihige Kugel-, zweireihige Kugel-, Kreuzrollen- und dreireihige Rollenlager. Integrierte Verzahnungen, Antriebsritzel, Bremsen, Dichtungen und verschraubte Schnittstellen ermöglichen eine kontrollierte Drehung und ein sicheres Halten. Auswahl und Wartung hängen vom Lastspektrum, der Steifigkeit, der Montagegenauigkeit, der Schmierung und der Integrität der Schraubverbindungen ab. Weitere Abschnitte erläutern diese Anforderungen.
Kranschwenkringe: Definition und Zweck
Ein Kran-Drehkranz ist ein großdurchmessriges Wälzlager, das den drehbaren Oberwagen mit dem stationären Unterbau oder Fahrwerk verbindet. Er bildet eine kritische lasttragende Schnittstelle innerhalb der Kranstruktur und überträgt Axiallasten, Radialkräfte und Kippmomente zwischen diesen Baugruppen. Typische Ausführungen umfassen einreihige Kugeldrehkränze, zweireihige Kugeldrehkränze, Kreuzrollenlager und dreireihige Rollenlager, die je nach Einsatzklasse, Lastkollektiv, Einbauraum und erforderlicher Steifigkeit ausgewählt werden.
Seine Aufgabe besteht darin, eine kontrollierte strukturelle Verbindung bereitzustellen und gleichzeitig die geometrische Ausrichtung unter wechselnden Betriebsbedingungen zu gewährleisten. Die Auswahl erfordert die Überprüfung der Lagertragfähigkeit, der Integrität der Schraubverbindung, der Laufbahnhärte, der Dichtungsleistung und des Korrosionsschutzes gemäß den geltenden Herstellerspezifikationen und relevanten Maschinenstandards. Das Verstehen der Belastungsgrenzen ist wesentlich, da statische Spitzenlasten, dynamische Einflüsse, Windeinwirkung und exzentrische Hebebedingungen die Lebensdauer und Sicherheitsreserven beeinflussen. Festgelegte Wartungsintervalle unterstützen die Prüfung von Befestigungselementen, Schmierzustand, Dichtungsintegrität, Laufbahnverschleiß und Ebenheit der Montageflächen. Eine fachgerechte Spezifikation minimiert Verformungen, vorzeitige Ermüdung und Betriebsrisiken.
Wie Kran-Drehkränze die Rotation ermöglichen
Kran-Drehverbindungen ermöglichen eine kontrollierte Drehung durch abgestimmte innere und äußere Laufbahnen, Wälzkörper und eine verzahnte Ring-Schnittstelle. Ein Antriebsmechanismus, der typischerweise aus einem Hydraulik- oder Elektromotor, einem Getriebe und einem Ritzel besteht, überträgt Drehmoment auf den Zahnkranz. Die Ausrichtung der Komponenten, die Lagervorspannung, die Schmierung und der Zahneingriff müssen den festgelegten Anforderungen an Last, Genauigkeit und Sicherheit entsprechen.
Komponenten von Drehverbindungen
Drehkränze ermöglichen eine kontrollierte Kranrotation durch eine integrierte Baugruppe aus inneren und äußeren Lagerringen, Wälzkörpern, Laufbahnen, Dichtungen und Befestigungsschnittstellen. Die Ringe übertragen axiale, radiale und Kippmomente zwischen dem Oberwagen und dem Fahrgestell und gewährleisten dabei eine definierte Drehgenauigkeit. Gehärtete Laufbahnen bilden die Kontaktbahnen für Kugeln oder Rollen; ihre Geometrie bestimmt die Lastverteilung, das Reibungsverhalten und das zulässige Spiel. Dichtungen begrenzen das Eindringen abrasiver Verunreinigungen und halten Schmierfett im Lagerhohlraum zurück. Befestigungsbohrungen, Flanschflächen und Schraubenanordnungen erfordern eine kontrollierte Ebenheit, eine definierte Anzugsreihenfolge und die Überprüfung der Vorspannung, um Verformungen zu vermeiden. Ein Verkleidungssystem kann angrenzende Strukturbereiche vor Schmutz und Witterungseinflüssen schützen. Schmiernippel und interne Kanäle unterstützen festgelegte Schmierintervalle, die den Arbeitszyklus, das Lastspektrum, die Temperatur und das Kontaminationsrisiko berücksichtigen müssen. Zu den Inspektionskriterien gehören typischerweise der Zustand der Schrauben, die Unversehrtheit der Dichtungen, der Drehwiderstand, der Schmierzustand und der Verschleiß der Laufbahnen.
Drehantriebsmechanismen
Die Drehbewegung wird erzeugt, wenn ein oder mehrere hydraulische oder elektrische Drehwerke über ein Ritzel, das in den Zahnkranz des Drehkranzlagers eingreift, Drehmoment übertragen. Die Antriebseinheit wandelt die Motorleistung in eine kontrollierte Bewegung des Oberwagens um, während der Drehkranz axiale, radiale und Kippmomente aufnimmt. Hydraulische Drehwerke werden häufig eingesetzt, wenn hohes Anfahrdrehmoment, kompakte Integration und proportionale Steuerung erforderlich sind. Elektrische Drehwerke bieten einen effizienten Betrieb, programmierbare Drehzahlregelung und eine vereinfachte Integration in moderne Steuerungssysteme.
Ritzelspiel, Übereinstimmung des Zahnmoduls, Schmierstoffqualität und die Vorspannung der Befestigungsschrauben wirken sich unmittelbar auf die Positioniergenauigkeit und die Lebensdauer aus. Bremssysteme müssen den Kran sicher gegen Wind, Trägheitskräfte und Betriebslasten halten. Lastverteilungseinrichtungen mit mehreren Antrieben reduzieren die Zahnbeanspruchung und erhöhen die Drehmomentkapazität. Inspektionsanforderungen umfassen typischerweise den Zahnverschleiß, den Zustand des Schmierstoffs, die Ausrichtung des Antriebs, die Bremsfunktion und die Integrität der Befestigungselemente in festgelegten Wartungsintervallen.
Drehkranzkomponenten: Laufbahnen, Rollen und Zahnräder
Im Kern eines Kran-Drehkranzes bilden Innen- und Außenringe, Wälzkörper und die Verzahnungsschnittstelle eine lasttragende Drehbaugruppe. Die Ringe stellen präzise bearbeitete Laufbahnen für Kugeln oder Zylinderrollen bereit, deren Geometrie, Härte und Oberflächengüte so spezifiziert sind, dass kontrollierte Kontaktbedingungen und Ermüdungsfestigkeit gewährleistet werden. Wälzkörper trennen die Laufbahnen, verringern die Reibung und ermöglichen zugleich eine reproduzierbare Drehführung. Abstandshalterkäfige oder Separatoren können den Kontakt zwischen den Wälzkörpern verhindern und eine gleichmäßige Verteilung unterstützen.
Die Verzahnungsschnittstelle ist üblicherweise als Innen- oder Außenverzahnung in einen der Ringe integriert. Modul, Zahnprofil, Zahnflankenspiel und Wärmebehandlung müssen mit dem Ritzel sowie den geltenden Fertigungstoleranzen übereinstimmen. Lochbilder für Schrauben, Montageflächen und die Planlaufgenauigkeit der Ringe müssen geprüft werden, da die Einbaugenauigkeit die Ausrichtung der Laufbahnen und den Zahneingriff unmittelbar beeinflusst. Dichtungsanordnungen begrenzen das Eindringen von Verunreinigungen und halten den Schmierstoff zurück; die Schmutzabdichtung ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Betriebszuverlässigkeit. Die Wartung der Dichtlippen umfasst regelmäßige Prüfungen auf Verschleiß, Rissbildung, Verschiebung und Schmierstoffleckagen sowie den Austausch, wenn die Dichtwirkung die spezifizierten Bedingungen nicht mehr erfüllt.
Axiale, radiale und Momentenlasten
Die Tragfähigkeitsbewertung eines Kran-Drehkranzlagers umfasst mehr als die Laufbahn- und Zahnradgeometrie; sie berücksichtigt die kombinierten axialen, radialen und Kippmomentbelastungen beim Heben, Schwenken und Positionieren des Auslegers. Axiallasten entstehen hauptsächlich durch die gehobene Masse und das Gewicht des Oberwagens; Radiallasten resultieren aus horizontalen Kräften, Beschleunigungen, Wind und ungleichmäßigen Betriebsbedingungen. Das Kippmoment, das durch Ausladung des Auslegers und Nutzlast erzeugt wird, ist meist maßgebend für die Dimensionierung, da es die Kontaktkräfte auf begrenzte Bereiche der Laufbahn konzentriert.
Eine normgerechte Berechnung im Kran bewertet Lastkombinationen, Dynamikfaktoren, Schraubverbindungssteifigkeit, Verformungen des Tragwerks und Einflüsse des Lastkollektivs. Die Lastverteilung muss sowohl für statische als auch für transiente Positionen überprüft werden, da lokale Überlastungen bleibende Eindrückungen, erhöhtes Spiel oder eine verringerte Ermüdungslebensdauer verursachen können. Anwendbare Herstellerdaten und einschlägige Kranbaunormen definieren zulässige Betriebsbereiche. Grenzwerte und Sicherheitsanforderungen erfordern ausreichende Reserven gegenüber Laufbahnkontaktspannungen, Wälzkörperbelastungen, Zahnkräften und Schraubentlastung. Ein Lagerartenvergleich kann Auswahlkriterien unterstützen, die Verifikation basiert jedoch weiterhin auf dem tatsächlichen Lastspektrum und den Einbaubedingungen.
Arten und Anwendungen von Drehkränzen für Krane
Kran-Drehverbindungen werden je nach erforderlicher Axial-, Radial- und Kippmomenttragfähigkeit, Steifigkeit und Einsatzklassifizierung als einreihige Kugeldrehverbindungen, zweireihige Kugeldrehverbindungen, Kreuzrollen-Drehverbindungen oder dreireihige Rollendrehverbindungen ausgewählt. Bei der Auswahl sind dokumentierte Lastkollektive, Drehfrequenz, Einbaugeometrie und die geltenden Herstellergrenzen zu berücksichtigen.
- Einreihige Kugeldrehverbindungen eignen sich für leichte bis mittelschwere Lkw-Krane und kompakte Hebegeräte mit moderaten kombinierten Belastungen.
- Zweireihige Kugeldrehverbindungen bieten eine verbesserte Lastverteilung für Mobilkrane, Hubarbeitsbühnen und Anwendungen, die eine höhere Stabilität erfordern.
- Kreuzrollen-Drehverbindungen gewährleisten hohe Drehgenauigkeit und Steifigkeit und eignen sich für Präzisionshandhabungskrananlagen und Einbausituationen mit begrenztem Bauraum.
- Dreireihige Rollendrehverbindungen werden für schwere Raupen-, Turm- und Hafenkrane spezifiziert, da Axial-, Radial- und Momentlasten unabhängig voneinander abgestützt werden.
Das Lastkollektiv bestimmt die Lagergröße, die Laufbahnhärtung, die Vorspannung und die berechnete Gebrauchsdauer. Festgelegte Wartungsintervalle müssen Schmierung, Überprüfung des Schraubenanzugsmoments und Inspektionen auf Laufbahnschäden umfassen. Umgebungsbedingungen und Korrosionsschutzanforderungen beeinflussen Dichtungen, Beschichtungen, die Schmierstoffauswahl und Entwässerungsvorkehrungen für maritime, abrasive oder temperaturwechselnde Einsatzorte.
Innen- vs. Außenverzahnte Drehverbindungen
Innenverzahnte Drehkränze bieten geschützten Zahneingriff, geringere Exposition gegenüber Verunreinigungen und eine kompakte Antriebsintegration. Außenverzahnungen werden häufig gewählt, wenn ein direkter Zugang zu den Zahnrädern, eine vereinfachte Inspektion und größere Antriebsanordnungen erforderlich sind. Die Auswahl sollte anhand des Krandienstzyklus, des Lastspektrums, der Anforderungen an die Einhausung und der anwendbaren Kriterien zur Zahnfestigkeit überprüft werden.
Vorteile von Innenzahnrädern
Im Vergleich zu Außenverzahnungen umschließt ein innenverzahnter Drehkranz das Zahnprofil innerhalb der Lagerstruktur und reduziert dadurch die Exposition gegenüber Stößen, Verunreinigungen und unbeabsichtigtem Kontakt. Diese Konfiguration unterstützt einen kontrollierten Zahneingriff, ein geringeres Risiko von Zahnschäden und eine gleichmäßige Drehmomentübertragung unter Kranbetriebsbedingungen. Bei der Konstruktionsprüfung sollten Zahnradqualität, Zahnflankenspiel, Zugänglichkeit der Schmierung und Lastverteilung gemäß den geltenden Anforderungen an Lager und Antrieb berücksichtigt werden.
- Geschützte Zähne verringern das Eindringen von Schmutz und mechanische Beschädigungen.
- Die geschlossene Geometrie verbessert die Bedienersicherheit in der Nähe rotierender Schnittstellen.
- Die Schmierung bleibt stabiler, was Wartungsvorteile und langlebige Wartungsintervalle unterstützt.
- Die kompakte Antriebsintegration ermöglicht eine effiziente Traglastoptimierung bei der Anordnung von Ritzel, Getriebe und Tragstruktur.
Die Innenverzahnung kann zudem die Schutzverkleidung vereinfachen, da die rotierenden Zähne zurückgesetzt angeordnet sind. Ihre Auswahl hängt weiterhin vom Einbauraum, den Inspektionsmöglichkeiten, dem Lastspiel und dem spezifizierten Kippmoment ab.
Anwendungen für Außenverzahnungen
Außenverzahnte Drehkränze werden häufig dort eingesetzt, wo ungehinderter Ritzelzugang, einfache Inspektion und flexible Antriebsanordnung die Schutzvorteile zurückgesetzter Zähne überwiegen. Sie sind typisch für Krananwendungen mit außen montierten Schwenkantrieben, begrenztem internem Bauraum oder Anforderungen an eine schnelle Wartung der Verzahnung. Zahnflanken bleiben zugänglich für Schmierung, Verschleißmessung und Schadensbeurteilung, ohne umliegende Konstruktionen demontieren zu müssen. Außenverzahnungen erfordern jedoch wirksame Dichtungsanordnungen und einen Schutz durch Zahnkranzbeschichtung gegen abrasive Verunreinigungen, Korrosion und Stoßeinwirkung. Die Antriebsausrichtung muss kontrolliert werden, um örtliche Belastungen und vorzeitige Zahnermüdung zu vermeiden. Die Optimierung der Lastverteilung wird durch eine korrekt ausgewählte Ritzelbreite, Eingriffsposition und Struktursteifigkeit unterstützt. Die Praxis der Spielkontrolle umfasst regelmäßige Messungen des Zahnflankenspiels an mehreren Winkelpositionen. Die Optimierung der Wartungsfrequenzen sollte den Arbeitszyklus, die Umgebungsbedingungen, die Schmierstoffleistung und dokumentierte Inspektionsergebnisse berücksichtigen. Schutzabdeckungen verringern Verunreinigungen und erhalten zugleich den Zugang für Wartungsarbeiten.
Wie man den richtigen Drehkranz für Krane auswählt
Die Auswahl des geeigneten Kran-Drehkranzlagers erfordert die Überprüfung von Axiallast, Radiallast, Kippmoment, Einschaltdauer, Drehzahl und Umwelteinflüssen gegenüber der vom Hersteller angegebenen Tragfähigkeit. Bei der Auswahl sind kombinierte Belastungen anstelle isolierter Höchstwerte zu berücksichtigen, da Kranbetriebszustände wechselnde und dynamische Spannungen erzeugen.
- Lastspektrum: Das Lastenannahmediagramm sollte Hub-, Dreh-, Park- und außergewöhnliche Lastfälle einschließlich Wind- und Beschleunigungseinflüssen definieren.
- Lagerausführung: Einreihige, zweireihige oder Kreuzrollenlagerausführungen werden hinsichtlich Steifigkeit, Momententragfähigkeit, Innenluft und erforderlicher Drehgenauigkeit bewertet.
- Lebensdauer: Eine dokumentierte Lebensdauerberechnungsmethode sollte Lastzyklen, Ermüdungstragzahl, Schmierintervalle und die spezifizierte Betriebslebensdauer unter realistischer Nutzung bewerten.
- Betriebsumgebung: Korrosionsschutz, Dichtungsleistung, Temperaturbereich, Verschmutzungsgrad und Zahnkranzanordnung müssen dem Einbauort des Krans entsprechen.
Das ausgewählte Lager muss zudem die geltenden Kranauslegungsnormen, Herstellerbeschränkungen und projektspezifischen Sicherheitsfaktoren erfüllen. Die Kompatibilität mit dem Antriebssystem, den konstruktiven Schnittstellen und den Prüfanforderungen sollte während der technischen Prüfung bestätigt werden.
Installation des Drehkranzes und Anzugsdrehmoment der Schrauben
Die Leistungsfähigkeit der Installation hängt von sauberen, ebenen und ausreichend tragfähigen Montageflächen ab, die den Toleranzen des Drehkranzherstellers entsprechen. Schrauben sollten in der vorgeschriebenen Kreuzmuster-Reihenfolge mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden, unter Verwendung kalibrierter Werkzeuge und geprüfter Schraubenfestigkeitsklassen. Erst- und regelmäßige Inspektionen sollten die Schraubenvorspannung, den Zustand der Oberfläche sowie die Notwendigkeit eines Nachziehens unter Betriebsbelastungen bestätigen.
Vorbereitung der Montagefläche
Montageflächen für Krandrehkränze müssen bearbeitet oder anderweitig vorbereitet werden, um eine saubere, ebene und steife Auflagefläche zu gewährleisten, die den Drehkranz über seinen gesamten Umfang gleichmäßig abstützt. Der Oberflächenzustand wirkt sich unmittelbar auf die Lastverteilung, die Drehgenauigkeit und die Lebensdauer aus. Die Vorbereitung muss den Herstelleranforderungen und den dokumentierten Montagekriterien entsprechen.
- Oberflächenreinigung: Öl, Schmutz, Schweißspritzer, Farbrückstände und Schleifpartikel entfernen, ohne bearbeitete Flächen zu beschädigen.
- Rostschutzbeschichtung: Nur dort auftragen, wo vorgeschrieben; Beschichtungen unter dem Drehkranz dürfen die Kontaktstabilität nicht verringern oder örtliche Setzungen verursachen.
- Ebenheitstoleranzen: Die Ebenheit über den gesamten Auflagedurchmesser mit kalibrierten Messmitteln und festgelegten Bezugspunkten prüfen.
- Ausrichtungskontrolle: Konzentrizität, Auflagegeometrie und das Fehlen von Erhebungen vor dem Positionieren des Lagers bestätigen.
Durch Schweißverzug verursachte Verformungen, nicht abgestützte Ausnehmungen und übermäßige örtliche Welligkeit müssen vor der Montage korrigiert werden. Prüfaufzeichnungen sollten Messverfahren, Abweichungen und Korrekturmaßnahmen enthalten.
Anzugsreihenfolge der Schrauben
Nach der Abnahme der vorbereiteten Auflageflächen ist der Drehkranz spannungsfrei zu positionieren und mit den vorgeschriebenen Schrauben, Unterlegscheiben, der vorgegebenen Schmierung und dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment zu befestigen. Die Schrauben sind zunächst einzusetzen und handfest anzuziehen, um einen gleichmäßigen Sitz und einen korrekten Gewindeeingriff sicherzustellen. Die vorgeschriebene Anzugsreihenfolge ist in einer diametral gegenüberliegenden Kreuzfolge einzuhalten und in mehreren kontrollierten Stufen auszuführen, nicht in einem einzigen Endanzug. Dieses Verfahren verteilt die Klemmkraft gleichmäßig, begrenzt die Verformung des Rings und verhindert lokale Überbeanspruchungen der Montagekonstruktion. Das angegebene Montagedrehmoment darf nur mit geeigneten Drehmomentwerkzeugen angewendet werden, deren Werkzeugkalibrierung aktuell und rückverfolgbar ist. Drehmomentwerte, Schraubenfestigkeitsklasse, Gewindezustand und gegebenenfalls zugelassene Schmiermittel müssen den Installationsunterlagen des Herstellers entsprechen. Das Anziehen mit Schlagschraubern ist ungeeignet, sofern es nicht ausdrücklich zugelassen ist. Keine Schraube darf über die dokumentierte Grenze hinaus angezogen werden, da eine übermäßige Vorspannkraft Gewinde beschädigen oder die Geometrie der Lagerlaufbahnen verändern kann.
Inspektion und Nachziehen
Die Erstinspektion und das Nachziehen sind gemäß dem dokumentierten Wartungsintervall des Kran- und Drehkranzherstellers durchzuführen, typischerweise nach der ersten Betriebsperiode unter Last. Die Drehmomentprüfung muss mit kalibrierten Werkzeugen und nach dem vorgeschriebenen Anziehverfahren erfolgen; ein unkontrolliertes Weiterdrehen von Muttern oder Schrauben ist kein zulässiges Kriterium.
- Inspektionsintervalle anhand des Lastkollektivs, des Belastungsspektrums und der aufgezeichneten Betriebsstunden bestätigen.
- Fugenmaß an den festgelegten Positionen messen; jede Verringerung der Vorspannkraft erfordert eine technische Bewertung.
- Zustand des Schmierfetts auf Verunreinigungen, Wassereintritt, Metallpartikel oder Schmierstoffmangel prüfen.
- Korrosion der Schrauben, Gewindeschäden, Längung und den Zustand der Auflageflächen vor dem Nachziehen prüfen.
Das Nachziehen ist in der vorgeschriebenen Kreuzreihenfolge und mit dem Ziel-Drehmoment oder dem vorgegebenen Drehwinkel durchzuführen. Wiederverwendete Befestigungselemente sind nur zulässig, wenn dies ausdrücklich genehmigt wurde. Ergebnisse, Messwerte, ausgetauschte Komponenten und Korrekturmaßnahmen sind im Kranwartungsprotokoll zu dokumentieren.
Schmierung und Inspektion des Drehkranzes
Der zuverlässige Betrieb von Drehverbindungen hängt von einem kontrollierten Schmier- und Inspektionsprogramm ab, das Laufbahnkontaktflächen, Zahnflanken, Dichtungen, Befestigungselemente und das Lagerspiel berücksichtigt. Schmierstofftyp, Viskosität, Additivpaket und Verträglichkeit mit Dichtungswerkstoffen müssen den Spezifikationen des Kran- und Lagerherstellers entsprechen. Schmierfett ist über alle Schmierstellen einzubringen, während der Oberwagen schrittweise gedreht wird, um eine gleichmäßige Verteilung entlang der gesamten Laufbahn sicherzustellen.
Inspektionsaufzeichnungen sollten Fettverbrauch, Zustand des Fettaustritts, Verunreinigungen, Dichtungsintegrität, Abdeckung der Zahnflanken sowie das gemessene Axial- oder Radialspiel dokumentieren. Bei der Planung von Wartungsintervallen sind Lastspektrum, Einschaltdauer, Umgebungstemperatur, Feuchtigkeit, Staubbelastung und Betriebsstunden zu berücksichtigen, anstatt sich ausschließlich auf feste Kalenderintervalle zu verlassen. Die Schmierstoffqualität ist zu prüfen, insbesondere auf Wassereintritt, Partikelverunreinigung, Verhärtung, Ölabsonderung oder unverträgliche Schmierfettmischungen.
Die Getriebeschmierung muss einen durchgehenden Schutzfilm aufrechterhalten, ohne übermäßige Ansammlungen zu bilden, die abrasive Verunreinigungen anziehen. Das Reinigen von Schmiernippeln und angrenzenden Flächen vor dem Schmieren verringert den Eintrag von Verunreinigungen. Abweichungen von der vorgeschriebenen Schmierleistung oder von Inspektionswerten erfordern eine dokumentierte technische Bewertung.
Anzeichen dafür, dass ein Kran-Drehkranz ausgetauscht werden muss
Der Austausch eines Kran-Drehkranzes ist in Betracht zu ziehen, wenn bei der Inspektion Schäden oder Verschleiß festgestellt werden, die die vom Hersteller vorgegebenen Akzeptanzkriterien überschreiten, einschließlich abnormalem Axial- oder Radialspiel, Laufbahnabplatzungen, Rissbildung, Brinelling, starker Korrosion, Zahnschäden, anhaltender Schmierstoffverunreinigung oder Dichtungsausfall mit daraus resultierendem Eindringen von Verunreinigungen. Entscheidungen müssen durch dokumentierte Messungen, Lastverläufe und OEM-Grenzwerte gestützt werden.
- Spieländerung: Anzeichen einer Spielzunahme sind messbare Neigung, Vibrationen, Schlaggeräusche oder ein ungleichmäßiger Drehablauf unter kontrollierter Belastung.
- Laufbahnzustand: Das Erkennen von Verschleiß und Rissbildung erfordert eine Sichtprüfung, gegebenenfalls eine Magnetpulverprüfung sowie die Beurteilung von Abplatzungen, Eindrückungen oder Ermüdungsrissen.
- Schmierzustand: Frühzeichen von Schmiermängeln sind Metallpartikel, verhärtetes Fett, Wasserverunreinigungen, verstopfte Schmierwege und erhöhte Betriebstemperaturen.
- Oberflächen und Verzahnung: Die Sichtprüfung auf Korrosionsschäden muss Dichtungen, Montageflächen, Schrauben, Laufbahnoberflächen und den Ritzelkontakt auf Lochfraß, Zahnbruch oder Profilverlust untersuchen.
Ein Weiterbetrieb nach bestätigter Überschreitung der Grenzwerte kann die strukturelle Integrität, die Lastkontrolle und die Kransicherheit beeinträchtigen. Der Austausch muss gemäß den genehmigten Verfahren erfolgen.
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